Teilnehmer und Organisatoren der JMA-Sitzung in Darmstadt
Mai Bach
18.06.2019 Veranstaltungsrückblick 156 0

Die Captain Future Community

Vorträge, Workshops und konstruktiver Ideenaustausch – das Netzwerktreffen in Darmstadt war ein voller Erfolg. Mitte Mai fand das VDE-Event der Studierenden und Young Professionals in Darmstadt statt – die 67. Jungmitgliederausschuss-Sitzung und das Young Professional Forum mit über 80 Teilnehmern aus ganz Deutschland. Der ETV Darmstadt stellte gemeinsam mit dem VDE YoungNet ein abwechslungsreiches Programm zusammen.

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VDE-Hochschulgruppe Elektrotechnischer Verein an der TU Darmstadt e.V.
Workshop während der JMA-Sitzung
Mai Bach

Vertreter von Unternehmen wie Pepperl + Fuchs und Continental hielten Vorträge, es ging aber auch konkret um die Arbeit im VDE. Außerdem gab es praktische Hilfestellung etwa zum besseren Social Media Marketing der Hochschulgruppen. Im Programm der Jungmitglieder lag ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Vernetzung der Hochschulgruppen in den fünf neu etablierten Regionen im VDE, die künftig für eine noch bessere regionale Vernetzung sorgen. Hierbei erarbeiteten die Teilnehmer Lösungsansätze für eine hochschulgruppenübergreifende Zusammenarbeit.

VDE-Vorstandsvorsitzender Ansgar Hinz stellte in seinem Impulsvortrag die spannende Frage „Wie würde der VDE aussehen, wenn wir ihn heute neu gründen würden?“. Seiner Ansicht nach gehe es heute weniger um Hierarchien als vielmehr um Netzwerke. Nicht mehr der Besitz von Wissen sei ein Wert, sondern das Vernetzen und Bewerten von Wissen, um die heutigen komplexen Probleme in einer Gemeinschaft zu bewältigen. Dies funktioniere aber nur dann, wenn für den Einzelnen Partizipation möglich sei. Hinz sieht daher die Community als geeignete Vorlage für ein solches Netzwerk. Mit einem Augenzwinkern beendete Hinz seinen Vortrag mit dem Vorschlag, die Young Professionals in „Captain Future Community“ umzubenennen.

Im anschließenden Workshop diskutierten die Teilnehmer die Frage, welche Leitplanken und Ziele ein Netzwerk benötigt. Eine Gruppe beschrieb die Motivation für ein Engagement  im VDE als den Wunsch, etwas aktiv mitzugestalten – machen, statt nur zuschauen!

Netzwerk über Generationen

Unternehmensvortrag bei der JMA 2019
Mai Bach

Eine andere Gruppe schlug ein „Generations Network“ vor. Es gäbe im VDE die Jungmitglieder (Studierende), die Young Professionals  (Berufseinsteiger) und die Experienced  Professionals (Berufserfahrene). Diese bilden nicht nur die Generationen ab, sondern auch den Wandel des persönlichen Beweggrunds für eine VDE-Mitgliedschaft. Am Anfang steht der Spaß im Vordergrund, später geht es mehr um den fachlichen Austausch. Hier böte vor allem ein Kontakt auf Augenhöhe und der Abbau von Berührungsängsten die besten Voraussetzungen für ein funktionierendes Netzwerk.

Seine eigene Karrierelaufbahn im VDE zeichnete Florian Spiteller nach, beginnend mit seinem Einstieg als Student in der Hochschulgruppe über die ehrenamtliche Tätigkeit als Young Professional zur heutigen hauptamtlichen Tätigkeit in der DKE-Geschäftsleitung. Auch die Fachgesellschaften des VDE standen auf dem Programm.  Prof. Dr. Helmut Schlaak (TU Darmstadt), ehemals Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (GMM), und Prof. Dr. Karsten Seidl (Universität Duisburg-Essen), Vorstandsmitglied der DGBMT,  betonten, wie wichtig die Mitarbeit der Jüngeren in den Fachgesellschaften sei. Davon konnte vor allem Prof. Dr.  Karsten Seidl aus eigener Erfahrung berichten: Er startete seine VDE-Laufbahn ebenfalls früh, bis Ende 2018 war er einer der Sprecher der Young Professionals.

Nachhaltigkeit im Fokus

Neben produktiven Vorträgen und Workshops war auch die Verpflegung in Darmstadt innovativ. Ganz der Nachhaltigkeit folgend, hatte sich der ETV einige Besonderheiten einfallen lassen. So bekam jeder Teilnehmer nur einen auswaschbaren recyclebaren Mehrwegbecher für das gesamte Wochenende. Beim Essen lag der Fokus auf lokalen und saisonalen Spezialitäten und Anbietern, die mit Grüner Soße mit Gemüsestreifen zum Dippen für einen regionalen Touch sorgten.

(Lukas Glotzbach)